Verbringen Sie mehr Zeit im Schwimmbecken als an Land? Möchten Sie Ihr Schwimmtraining abwechslungsreicher gestalten? Oder können Sie sich Sport einfach nicht ohne Ihre Lieblingssongs und Podcasts im Ohr vorstellen? Perfekt – dank wasserdichter Kopfhörer lassen sich beide Leidenschaften verbinden! Die technische Entwicklung macht Riesenschritte, aber es gibt immer noch ein paar Kinderkrankheiten, die ausgemerzt werden müssen… Wussten Sie, dass Bluetooth unter Wasser nicht so funktioniert wie an Land? Nein? Dafür sind wir da! Wir helfen Ihnen, sich zu orientieren, welche Schwimmkopfhörer für Sie die besten sein könnten und was Sie lieber vermeiden sollten.

Warum reichen normale Kopfhörer im Wasser nicht aus?
Manche Arten klassischer Sportkopfhörer bieten Schutz beim Kontakt mit Wasser. Sie überstehen einen Regenschauer unterwegs, übermäßigen Schweiß oder kurzes Untertauchen. Das stimmt. Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, ob sie auch bei längerem Untertauchen unter Wasser voll funktionieren.
Die Wasserbeständigkeit von Kopfhörern wird nach Schutzklassen unterschieden:
- IPX5 – unter fließendem Wasser abwaschbar, regenfest, nicht zum Untertauchen geeignet
- IPX7 – kurzzeitiges Untertauchen (30 Minuten bis 1 m, reicht aber nicht für regelmäßiges Schwimmen)
- IPX8 – dauerhaftes Untertauchen im Wasser (bis 3,6 m Tiefe)
Wie hört man beim Schwimmen Musik? Es gibt 2 Möglichkeiten der Tonübertragung und deren Kombination:
- Wahrscheinlich verbinden Sie Ihre Kopfhörer per Bluetooth mit der Tonquelle (auch wenn es unter uns natürlich auch Liebhaber kabelgebundener Kopfhörer gibt 😊). Bluetooth funktioniert an Land perfekt, im Wasser hat es jedoch seine Grenzen. Wasser schluckt nämlich das Signal. Sie stellen also auf dem Handy Ihren Lieblingstrack ein, doch sobald Sie abtauchen, ist die Verbindung weg. Der Grund? Das Bluetooth-Signal reicht unter Wasser nur etwa 10 cm weit.
- Schwimmkopfhörer haben meist einen eigenen internen Speicher, auf den Sie Ihre Lieblingspodcasts oder Songs im MP3-Format (oder m4a) laden. Derzeit sind es gerade die Schwimmkopfhörer mit MP3-Player, die ein stabiles und ungestörtes Hörerlebnis garantieren.
- Bluetooth-Schwimmkopfhörer verlieren dieses Duell also 0:1, unter bestimmten Bedingungen sind sie aber trotzdem keine schlechte Idee. Sie können gut funktionieren, wenn Sie den Ton von einer Smartwatch abspielen, die Sie an der Schwimmbrille befestigen. Unterm Strich machen Sie mit Schwimmkopfhörern, die Bluetooth und MP3 kombinieren, sicher nichts falsch.
Arten von Schwimmkopfhörern (nach Schallübertragung)
Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Kopfhörern fürs Wasser ist die Art der Schallübertragung. Am beliebtesten sind in letzter Zeit innovative Wasserkopfhörer mit sogenannter Knochenleitung (Bone Conduction). Sie stecken nicht im Ohr, sondern liegen am Wangenknochen neben dem Ohr an. Solche Schwimmkopfhörer übertragen den Ton über Vibrationen durch die Schädelknochen direkt ins Innenohr. So bleiben Sie in Kontakt mit Ihrer Umgebung und haben gleichzeitig einen klaren, stabilen Klang Ihrer liebsten Motivationssongs.
Wasserdichte Schwimmkopfhörer mit Knochenleitung haben ein ergonomisches Design und typischerweise einen Nackenbügel, dank dem sie sicher sitzen. Die kompakte Bauweise verringert zudem den Wasserwiderstand. Neben dem Schwimmen eignen sie sich auch zum Laufen, Radfahren, Paddeln oder Snowboarden. Auch bei diesen Sportarten werden Sie die offene Bauweise schätzen, mit der Sie Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Eine weitere Möglichkeit, Knochenleitungs-Schwimmkopfhörer zu befestigen, ist das Anklipsen an die Schwimmbrille oder unter die Badekappe.
Natürlich gibt es auch „klassische“ wasserdichte In-Ear-Kopfhörer gleich in mehreren Größen, damit sie genau in Ihre Ohren passen. Sie haben ein kurzes Kabel, das dafür gedacht ist, sie an einen wasserdichten MP3-Player oder einen wasserdichten iPod anzuschließen, den Sie an der Schwimmbrille oder unter der Badekappe befestigen.
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Die wichtigsten Auswahlkriterien
Achten Sie bei der Auswahl von Schwimmkopfhörern besonders auf folgende Parameter:
- Technische Ausführung – wasserdichte In-Ear-Stöpsel oder Kopfhörer mit Knochenleitung
- Wasserdichtigkeit – Schutzklasse IPX8
- Art der Befestigung – Nackenbügel, Befestigung an der Brille oder unter der Kappe, ggf. Ohrstöpsel
- Akkulaufzeit – etwa 6 Stunden bei Wiedergabe aus dem internen MP3-Speicher und 9 Stunden über Bluetooth, manche halten sogar 10 Stunden durch
- Kompatibilität mit Smartphone und Uhr – die meisten sind mit Android und iOS sowie mit Apple Watch, Garmin und Fitbit kompatibel
- Art der Bedienung – mit nassen Händen schätzen Sie intuitive, große Tasten mit deutlicher Tastmarkierung, die sich auch in Bewegung bedienen lassen
- Musikverwaltung – bei internem Speicher gehört oft eine kostenlose App zur Musikverwaltung und Playlist-Erstellung für iOS und Android dazu (Unterstützung von MP3 und m4a)
- Aufladen – ideal ist Schnellladen, nach 2 Stunden ist der Akku zu 100 % geladen
Wie man Schwimmkopfhörer richtig verwendet und pflegt
Es kommt darauf an, welche Art von wasserdichten Kopfhörern Sie haben. Davon hängen die Befestigung und die anschließende Verwendung ab. Wenn Sie regelmäßig schwimmen, haben Sie sicher auch eine Schwimmbrille, an der bestimmte Modelle befestigt werden. Das Aufsetzen ist sehr intuitiv. Wenn Sie wasserdichte Schwimmkopfhörer mit Knochenleitung haben, empfiehlt es sich, sie mit Ohrstöpseln zu kombinieren, die oft schon im Lieferumfang enthalten sind. Der Klang ist besser und Ihr Gehörgang geschützt.
Wasserdichte Schwimmkopfhörer kommen von Natur aus gut mit Wasser zurecht, aber sie brauchen auch Pflege. Nach der Verwendung in gechlortem Wasser oder Meerwasser empfehlen wir, die Kopfhörer mit klarem Wasser abzuspülen und zu Hause gründlich trocknen zu lassen. So sorgen Sie für eine lange Lebensdauer.
Für den Transport bieten die Hersteller ein praktisches Etui an, das oft ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist. So sind Ihre Kopfhörer vor allen Tücken Ihrer Sporttasche geschützt 😊
Schützen Kopfhörer die Ohren vor Wasser?
Es klingt vielleicht paradox, aber zusammen mit Knochenleitungskopfhörern können Sie zum Schwimmen auch Ohrstöpsel fürs Wasser mitnehmen, die Ihre Ohren vor einer Gehörgangsentzündung und ähnlichen Unannehmlichkeiten schützen. Wenn Sie zu den erfahrenen Schwimmern gehören, haben Sie sicher schon vom Schwimmerohr gehört – und das ist bestimmt nichts, was man sich wünscht. Vorbeugung ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein weiteres praktisches Accessoire sind Stirnbänder zum Schwimmen, die die Ohrstöpsel an Ort und Stelle halten, die Ohren warm halten, das Eindringen von Wasser in den Gehörgang minimieren und das Ohr auch dann schützen, wenn Sie Paukenröhrchen haben.
FAQ
- Welche sind die besten wasserdichten Schwimmkopfhörer?
Am beliebtesten sind derzeit Schwimmkopfhörer mit Knochenleitung. Der Kopfhörer steckt nicht im Ohr, sondern liegt am Wangenknochen an. Wegen der eingeschränkten Funktion von Bluetooth im Wasser sind Kopfhörer mit internem Speicher beliebter. Für ihre Bedienung gibt es bequeme und intuitive Apps.
- Sind sie mit dem iPhone kompatibel?
Ja, das hängt natürlich vom jeweiligen Modell ab. H2O-Kopfhörer unterstützen die Formate MP3 und m4a und sind mit Android und iOS kompatibel.
- Welche eignen sich für Anfänger?
Konzentrieren Sie sich auf die Grundparameter – Art der Befestigung und der Musikwiedergabe. Am beliebtesten sind derzeit Schwimmkopfhörer mit Knochenleitung und internem Speicher. Bluetooth funktioniert unter Wasser nicht weiter als 10 cm.
- Welche haben unter Wasser den besten Klang?
Das hängt von der Ausführung ab. Wasserdichte In-Ear-Kopfhörer haben einen volleren Klang und kräftigere Bässe, können sich beim Schwimmen aber lockern, was das Hörerlebnis stört. Kopfhörer mit Knochenleitung sitzen besser und lassen sich mit Ohrstöpseln ergänzen. Dann wird der Klang deutlicher.
- Wie lange hält der Akku?
Das hängt vom jeweiligen Modell ab, in der Regel 6 bis 10 Stunden. Länger hält er bei Verbindung über Bluetooth, etwas kürzer bei Wiedergabe aus dem internen Speicher.
- Kabellos oder mit MP3-Speicher?
Bluetooth bietet Ihnen mehr Möglichkeiten bei der Musikverwaltung, doch unter Wasser geht das Signal verloren. Abhilfe schafft eine an der Brille befestigte Smartwatch. Generell sind heute aber Schwimmkopfhörer mit internem Speicher beliebter.
Der Artikel ersetzt keine ärztliche Behandlung.
