Microgreens, essbare Keimpflanzen, Sprossen… Ein Trend und derzeit ziemlich beliebter Lifehack, um Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme zu ergänzen. Wobei – eine Neuentdeckung ist das eigentlich nicht. Schon Oma und Opa hatten auf dem Küchenfensterbrett einen Blumentopfuntersetzer mit Kresse stehen, erinnern Sie sich? Es sind echte Vitaminbomben, die vor allem in den Frühling gehören, wenn es wenig saisonales Gemüse gibt. Und Sie können sich Ihr eigenes frisches, knackiges, schmackhaftes Bio-Gemüse ohne Pestizide ganz einfach zu Hause ziehen.

Microgreens oder Sprossen: Worin liegt der Unterschied?
Klären wir zuerst die Begriffe:
- Sprossen wachsen innerhalb weniger Tage und werden ganz gegessen. Sie brauchen eigentlich nicht einmal Licht, Wasser genügt ihnen.
- Microgreens zu ziehen dauert „etwas länger“, wir bewegen uns aber immer noch im Bereich von Tagen, konkret 1–3 Wochen. Es handelt sich im Grunde um kleine Pflänzchen. Gegessen wird nur der oberirdische Teil, also ohne Wurzel. Sie sind reicher an Inhaltsstoffen, gesünder und geschmacklich vielfältiger.
Ein bisschen Theorie haben wir hinter uns, kommen wir nun zur praktischen Frage – welche Samen Sie besorgen und worin Sie sie wachsen lassen.
Wie zieht man Microgreens und worin Sprossen?
Sie sind sich nicht sicher, worin Sie Ihre Vitaminbomben ziehen sollen? Das hängt von Ihrer Zeit und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Danach richten Sie sich bei der Wahl der konkreten Samen und weiterer Hilfsmittel. Die gute Nachricht: Bei uns bekommen Sie sowohl Keimsaaten als auch weiteres Zubehör für die Anzucht von Microgreens.
Schauen wir uns zuerst die Sprossen an. Sie kommen mit einem gewöhnlichen Küchensieb und einer Schüssel oder einem Einmachglas mit gelochtem Deckel aus. Sie können aber auch direkt zu Keimgefäßen greifen – Sprossengläsern und Keimschalen.
1. Schale mit Sieb
Die Samen zum Keimen können Sie auf ein Sieb geben und eine Schale darunter stellen. Die Samen werden zuerst eingeweicht (wie lange, hängt von der jeweiligen Sorte ab), dann spülen Sie sie ab und verteilen sie auf dem Sieb. In den ersten 2 Tagen empfiehlt es sich, sie mit Alufolie abzudecken, damit sie nicht austrocknen. Danach befeuchten Sie sie 2x täglich mit einer Sprühflasche. Sobald die Samen durch das Sieb wachsen, spülen Sie sie 2x täglich unter fließendem Wasser.
Neben einfachen Schalen gibt es auch durchdachte Keimgeräte mit drei Etagen, sodass Sie mehrere Sprossensorten gleichzeitig ziehen können. Sie müssen sie nicht einmal unter fließendem Wasser spülen – es genügt, Wasser in das Gefäß zu gießen, es fließt durch das System nach unten und Sie gießen es dann einfach aus.
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2. Sprossenglas
Eine weitere Möglichkeit, Sprossen zu ziehen, ist ein Glas. Sie geben die Samen hinein, übergießen sie mit Wasser und lassen sie einige Stunden im Wasser stehen. Dann gießen Sie das Wasser ab. An den folgenden Tagen tauchen Sie die Samen 2x täglich wieder in Wasser, lassen sie kurz stehen und gießen ab. Und nach ein paar Tagen ist die Pracht fertig.
Bei uns finden Sie Gläser mit 750 ml Fassungsvermögen, und es liegt an Ihnen, ob Sie mit einem, zwei oder gleich drei Gläsern starten. Sie können eine Variante mit Keramik-Abtropfschale wählen oder ohne. Das Glas hat ein feines Sieb und einen Schraubverschluss aus Edelstahl. Dank des Siebs kann Luft hineinströmen, was Schimmelbildung verhindert.
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3. Substrat und Vlies
Für die Anzucht von Microgreens können Sie Substrat verwenden, es reicht aber auch Watte. Das hängt davon ab, wie professionell Sie es angehen möchten 😊 Wenn Sie Anfänger sind, genügt Ihnen ein Blumentopfuntersetzer, in den Sie befeuchtete Watte legen. Wenn Sie es fachmännischer angehen möchten, besorgen Sie sich Bio-Erde oder dafür bestimmte Vliese und Matten (Kokos- oder Hanfmatten, Baumwollvlies). Es gibt auch Schalen mit einem gelochten Oberteil, in das die Samen kommen, während das Unterteil mit Wasser gefüllt wird. So nehmen sich die Wurzeln so viel Feuchtigkeit, wie sie brauchen.
In allen Fällen empfiehlt es sich, die Samen zuerst wieder einzuweichen und sie die ersten 2–3 Tage schon im Substrat im Dunkeln wurzeln zu lassen. Manche beschweren den Deckel, damit die Pflänzchen gleich hoch werden. Nach dem Anwurzeln geht’s ab in die Sonne, aufs Fensterbrett. Wir empfehlen wieder, sie 2x täglich mit der Sprühflasche zu befeuchten.
Welche Samen soll man wählen?
Jetzt geht’s ans Aussuchen der Keimsaaten! Wie Sie aus den vorherigen Absätzen schon wissen, gedeihen Sprossen auf einem Sieb oder im Glas. Wonach sollte man sich richten? Es hängt davon ab, wie groß die Samen sind, die Sie wählen. Für kleinere eignet sich ein Sieb, für größere ist ein Glas praktisch. Lassen Sie sich von unserer Auswahl inspirieren.
1. Samen für das Sieb
Auf dem Sieb fühlen sich zum Beispiel Alfalfa, Rucola oder Chiasamen wohl. Das alles sind kleine Samen, für die ein Sieb ideal ist. Manche Samen sind schleimbildend, z. B. gerade Rucola, Chia, Kresse, Senf, Basilikum und Leinsamen. Für sie sind Siebe die beste Lösung, Gläser sind für sie ungeeignet.
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2. Samen für das Glas
Ins Glas empfehlen wir größere Samen wie Mungbohnen, Rotklee oder Bockshornklee.
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3. Microgreens
Ein eigenes Kapitel sind Microgreens. Wenn Sie es nicht eilig haben, ist das „Mini-Gemüse“ die ideale Möglichkeit, dem Körper Stoffe zuzuführen, die Sie in Gemüse aus dem Supermarkt nur schwer finden würden.
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Unterhaltsam und nützlich
Wer würde nicht gern beobachten, wie aus einem kleinen Samen ganz langsam eine völlig neue Pflanze schlüpft – und das fast vor den eigenen Augen? Ein bisschen Wasser, Sonne und das Wunder ist da. Ein schöner Zeitvertreib für Erwachsene, für Kinder erst recht.
Schon nach ein paar Tagen können Sie Ihre Zwischenmahlzeit oder Ihr Frühstück um Vitamine, Enzyme und Antioxidantien ergänzen.
Wie baut man Sprossen eigentlich in den Speiseplan ein? Zum Beispiel einfach aufs Butterbrot, in einen Aufstrich, Sie können sie aber auch in Salate geben oder damit die Beilagen von Hauptgerichten garnieren… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt 😊
Bei Microgreens bekommen Sie schon eine „größere“ Pflanze, die im Grunde genauso schmeckt wie das große, klassische Gemüse, das Sie unter diesem Namen kennen. Radieschen sind also intensiv bis scharf, Erbsen süßlich, Brokkoli leicht erdig. Am besten verwerten Sie sie in der kalten Küche, Sie können damit aber auch kochen, zum Beispiel eine Suppe oder ein Pesto, oder sie ins Omelett geben. Mmh.
