Das würden Ihre Ohren nicht überleben! Die 6 lautesten Geräusche der Menschheitsgeschichte

Beim Martinshorn halten Sie sich automatisch die Ohren zu, die Musik in den Kopfhörern drehen Sie nie „voll auf“ und zu Konzerten nehmen Sie Ohrstöpsel mit? Kurz gesagt: Sie pflegen Ihr Gehör, damit es Ihnen auch im Alter gute Dienste leistet? Gut so.

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Wären Sie jedoch bei den lautesten Geräuschen dabei gewesen, die die Menschheit je aufgezeichnet hat, hätten Ihnen nicht einmal die besten Ohrstöpsel geholfen. Eine sofortige, bleibende Schädigung des Gehörs droht nämlich schon ab 140 dB (Schuss aus einer Waffe), und die Haarzellen im Innenohr kann auch ein längerer Aufenthalt in Lärm über 85 dB dauerhaft schädigen.

Lassen Sie uns eine Auswahl der lautesten Ereignisse der Geschichte aus der Nähe „anhören“ und schauen, was diese Extreme mit dem menschlichen Körper anrichten würden.

1. Ausbruch des Vulkans Krakatau (310 dB)

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Ende August 1883 erschütterte der Ausbruch des indonesischen Vulkans Krakatau buchstäblich den ganzen Planeten. Die Eruption wurde von gewaltigen Druckwellen begleitet, die die Erde dreimal umrundeten. Der Vulkan erzeugte einen Knall von über 310 dB, der noch auf der Insel Rodrigues bei Mauritius zu hören war – fast 4 800 km entfernt.

Für das menschliche Ohr wäre dieser Pegel kein „Geräusch“ mehr, sondern eine tödliche Druckwelle. Seeleuten auf Schiffen im Umkreis von etwa 60 km platzten sofort die Trommelfelle. Ein solcher Lärm zerquetscht buchstäblich das weiche Gewebe im Körper.

2. Das Tunguska-Ereignis (bis zu 300 dB)

Im Jahr 1908 explodierte über der sibirischen Taiga ein Meteoroid. Seine Explosion mit einer Sprengkraft von rund 10–15 Megatonnen (Hunderte Hiroshima-Bomben) knickte auf einen Schlag 80 Millionen Bäume um. In 5 km Entfernung wurden über 197 dB gemessen, im Zentrum der Explosion wird die Lautstärke auf 300 dB geschätzt. Zum Vergleich: Der Meteor von Tscheljabinsk (2013) erreichte „nur“ 180 dB – und trotzdem verletzte die Druckwelle Tausende Menschen.

3. Die Zar-Bombe – die stärkste Waffe der Geschichte (224 dB)

Die Explosion der sowjetischen Wasserstoffbombe „Zar“ im Jahr 1961 auf der Inselgruppe Nowaja Semlja gilt als das lauteste von Menschen erzeugte Geräusch der Geschichte. Bei 224 dB zerbrach die Druckwelle noch in 900 km Entfernung Fensterscheiben. Die Schallwellen waren so stark, dass Barografen auf der ganzen Welt sie noch nach drei Umrundungen des Planeten aufzeichneten.

4. Start der Saturn-V-Rakete (204 dB)

Die Rakete, die Menschen zum Mond brachte, erzeugte beim Start einen Lärm von 204 dB. Die NASA musste unter der Startrampe massive Wassersysteme zur Schalldämpfung bauen, denn der Schalldruck war so stark, dass er die Konstruktion der Rakete selbst beschädigen und eine Explosion verursachen konnte.

Heutige Verkehrsflugzeuge erreichen beim Start etwa 140 dB. Wenn Sie oft fliegen, schauen Sie sich an, wie Ohrstöpsel für Flugreisen funktionieren – 200 dB lösen sie zwar nicht, aber sie schützen Sie vor Ermüdung durch Triebwerkslärm und vor Druckschmerzen.

5. Der Gesang des Blauwals (188 dB)

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Blauwale, die größten Tiere der Erde, gehören auch zu den lautesten Lebewesen überhaupt. Ihre Rufe erreichen 188 dB und sind unter Wasser Hunderte Kilometer weit zu hören. Dezibel im Wasser werden allerdings auf einen anderen Bezugsdruck bezogen als in der Luft – in der Luft wären es etwa 126 dB, also immer noch lauter als ein Rockkonzert. Wenn Sie ins Wasser gehen (wenn auch nicht zu den Walen), empfehlen wir Ohrstöpsel zum Schwimmen zur Vorbeugung von Entzündungen.

6. Schüsse aus Waffen (160–170 dB)

Beim Schuss aus einem Sturmgewehr oder einer Schrotflinte entsteht ein Schallimpuls, der häufig über 160 dB liegt. Das ist ein Pegel, der die Hörzellen sofort und dauerhaft schädigen und bleibendes Pfeifen in den Ohren auslösen kann. Für Sportschützen und Jäger ist deshalb ein professioneller ballistischer Gehörschutz oder spezielle Ohrstöpsel zum Schießen unverzichtbar.

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ACHTUNG: Auch ein „harmloses“ Feuerwerk oder ein Rockkonzert kann 130 dB erreichen. Das ist die Grenze, ab der ein akustisches Trauma entsteht. Wenn Ihnen nach einer Veranstaltung die Ohren pfeifen, lesen Sie unseren Artikel darüber, was Tinnitus ist und wie man ihm vorbeugt.

Wie schützt man das Gehör vor extremem Lärm?

Die oben beschriebenen extremen Geräusche sind zum Glück selten, mit riskantem Lärm haben wir aber täglich zu tun. Ob Sie in der Industrie arbeiten, Motorrad fahren oder auf Konzerte gehen – Gehörschutz sollte ganz selbstverständlich zu Ihrer Ausrüstung gehören. Moderne Ohrstöpsel mit hochwertigen Filtern schützen das Gehör heute, ohne das Erlebnis zu beeinträchtigen.

Sie wissen nicht, welche Ohrstöpsel Sie wählen sollen? Lesen Sie unseren Ratgeber So wählen Sie Ohrstöpsel gegen Lärm aus und sorgen Sie dafür, dass Ihre Ohren auch in Jahrzehnten noch in Form sind.